Lasst uns mal offen und ehrlich sein. Es gibt bei den diesjährigen Wahlen 8 Kandidatenlisten mit insgesamt 80 Bewerbern für die 17 Plätze im Betriebsrat-Gremium.
Rein statistisch gesehen kommen von jeder Liste somit die ersten 2 Kandidaten rein. Bei einem guten Wahlerfolg reden wir vielleicht über die ersten 4.
Kandidaten auf den Listenplätzen 5-8 werden vermutlich zukünftig als Ersatzkandidaten immer dann sporadisch an den BR-Sitzungen teilnehmen, wenn Vollmitglieder aus ihrer Liste durch Urlaub oder Krankheit an der Teilnahme verhindert sind.
Kandidaten auf Listenplätzen 9+ sind im Grunde genommen nur Stimmenfänger. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie aktiv im Betriebsrat mitarbeiten können, ist sehr gering. Und wir sind hier nicht in der Politik, wo es noch Parteitage gibt, in denen die Basis mitbestimmen darf. Das heißt nach der Wahl gibt es normalerweise keine Listenarbeit mehr, sondern nur noch Gremiumsarbeit.
Worauf sollte man also bei der Listenauswahl achten?
Aus unserer Sicht sollte man sich vorrangig mit der Person und der Qualifikation der ersten beiden Listenplätze befassen. Für was stehen sie, was können sie, welche Schwerpunkte traue ich ihnen zu, welche Erfahrungen haben sie schon aufzuweisen?
Und dann schaut euch mal die Listenplätze 3-8 an. Decken sie vielfältige Bereiche ab, wie viel Erfahrung bei Biotest und/oder im Betriebsrat bringen sie mit? Traut ihr ihnen zu, dass sie breit aufgestellt sind und alle anfallenden Themen bearbeiten können?
Nicht jeder Betriebsrat muss alles können, aber man braucht Leute, die gut mit Menschen umgehen können, man braucht welche, die sich trauen den Mund aufzumachen, die gleichzeitig geschickt verhandeln können. Man braucht aber auch Schaffer, die Texte schreiben und Gesetze interpretieren können, die sehr akribisch arbeiten. Und Leute die Konzepte erarbeiten, Strategien entwickeln, abwägen, Hintergrundinfos besorgen…
Zum Schluss macht euch mal einen Eindruck von der gesamten Liste. Am Ende wurden die Listen in der Regel durch die Listenführer zusammengestellt. Die Persönlichkeiten dieser Leute und deren Arbeitsorte spiegeln in der Regel den Interessenschwerpunkt der Listenführer wider.
Lasst uns mal über unsere beiden Listenführer Momo und Soner sprechen.
Beide sind erfahrene Betriebsräte, fangen also nicht bei Null an und brauchen keine Vorlaufzeit, bis sie sich in die Grundlagen der Betriebsrats-Arbeit eingearbeitet haben. Sie können a) gleich loslegen und b) vor allem übergangslos sicherstellen, dass die Themen, die sie aktuell schon als Betriebsräte bearbeiten, reibungslos und ohne Wissensverlust nach dem Gremiumswechsel weiterbearbeitet werden.
Und die beiden sind gut! Und sie waren federführend bei den wirklich wichtigen Themen…
Bei Momo müssen wir eigentlich nicht groß in die Details gehen. Als „Chef“ des Betriebsrats hatte er in den letzten Jahren das Vergnügen, dass er sich per Definition mit allen Themen beschäftigen musste. Kein anderer Kandidat hat dieses breite Detailwissen, das er auch beim Jonglieren von 10 Themen gleichzeitig abrufen kann. Zudem hat er es wie kein anderer vor ihm geschafft, mit allen Gesprächspartnern trotz schwieriger Konstellationen und inhaltlicher Differenzen immer gesprächsfähig zu bleiben. Das kann längst nicht jeder.
Er war und ist der Kopf hinter allen IT-Themen. Die Produktionsthemen kann er sowieso im Schlaf. Er zeigt aber genau so viel Interesse, Verantwortungsgefühl und Einsatz für Themen und Mitarbeitergruppen, die nicht direkt mit der Produktion zu tun haben. Auch AT-ler, Außendienstler, Büro und Labor-Mitarbeitende können auf seine volle Unterstützung zählen. Kurz gesagt, er ist ein Vollblut-Betriebsrat und ein echt feiner Kerl.
Unser Soner hat bisher insbesondere bei den nervenaufreibenden und zeitfressenden IT-Themen Momo als starker Partner zur Seite gestanden. Zusätzlich gehört er zum Team, das in den letzten 4 Jahren die AT-Mitarbeiter intensiv, und wir denken besser als nie zuvor, betreut hat. Daneben kann man ihn für alles brauchen und er bringt zudem wertvollen Input aus den QC-Bereichen und auch aus der Ebene der niedrigen Führungskräfte mit. Ein ausgeglichener, kompetenter Betriebsrat, der auch ohne Freistellung immer die Arbeitslast im BR mitgetragen hat, egal wie viel er in seinem eigentlichen Job zu tun hatte.
Wir alle stehen für soziale Verantwortung und Vernunft. Wir sind keine Duckmäuser, aber auch keine Quertreiber. Wir sind keine naiven Weltverbesserer, aber auch keine Schwarzmaler. Wir sind überzeugte Biotestler, die die nächsten Jahre im Sinne aller die Biotest-Welt ein Stückchen besser machen wollen.
Unser Team steht für eine Betriebsratsarbeit, die nicht laut sein muss, um wirksam zu sein. Wir wollen nicht durch große Worte auffallen, sondern durch Ergebnisse. Am Ende gibt es immer viele, die mitreden, aber nur wenige, die die Arbeit machen.
Unser Anspruch:
- Lösungen statt Blockaden
- Zukunftsdenken statt Stillstand
- Gemeinsame Ziele statt Einzelinteressen
- Kooperation und faire Kompromisse mit der Arbeitgeberseite wo es möglich ist Durchsetzungskraft und Härte in Verhandlungen wo es nötig ist
Unsere Stärken:
- Themen werden wir nicht „nach Gefühl“ und Tagesform bearbeiten, sondern mit Substanz.
- Wir raten und mutmaßen uns nicht durch die Gesetzeslage, sondern recherchieren gewissenhaft, damit wir rechtssicher auftreten und handeln können.
- Wir urteilen nicht auf Basis von einseitigen Informationen, sondern wägen Fakten, Rahmenbedingungen und unterschiedliche Blickwinkel ab.
- Wir legen den Fokus auf das, was langfristig für die Belegschaft sinnvoll ist.